™at the mercy of progression«


Niveaubehandelung
6. Juni 2009, 16:41
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“Guten Abend meine Damen und Herren, heute sinkt für sie das Niveau”

Jeder möchte gern “auf hohem Niveau” kommunizieren, “niveauvoll” unterhalten werden und natürlich “mit Niveau” behandelt werden. Nur wer dann wirklich mit Niveau konfrontiert wird, tritt meistens schnell den Rückzug an und regt sich über “hochtragenden Interlektuellenmist” oder “arrogantes Besserwisser gehabe” auf.

Niveau ist in meinen Augen, ein sehr hoch gehandeltes Gut, welches aber leider nur in den wenigsten Händen seine volle Wirkung entfalten kann. Über Fernsehen, etc. möchte ich mich hier in diesem Rahmen gar nicht auslassen, dass dort viele Defizite auftauchen, ist spätestens seit Marcel Reich-Ranicki bekannt oder auch jedem der wirklich einmal den Fernseher anschaltet und aktiv konsumiert.

Was mich viel viel stärker trifft, ist das Niveau, welches zwischen den Menschen zu suchen ist. Es leidet leider an vielen Stellen in unsere Gesellschaft, man sieht junge Mädchen, welche sich mit “Hi Schlampe” begrüßen oder herumlungernde Jugendliche, welche um 13.20Uhr im Stadtpark einen halben Kasten Sternburg geleert haben. Jeder der Mal etwas bewusster durch seine Welt geht, wird merken, dass die eigentliche geistige Höhe, durch die Deutschland jedenfalls im Selbstbild geprägt sein soll, doch eigentlich nur ein Müh ist, von dem was möglich wäre.

Ich selbst erlebe es jeden Tag, wenn ich unser Gymnasium besuche, die Bildungseinrichtung, mit der man den höchst möglichen Bildungsweg in der BRD beschreitet. An sich eine Stätte, welche durch hohes Bildungsniveau, sowie gepflegte Umgangsformen geprägt sein sollte. Jedoch hat man leider weit gefehlt. Zur Zeiten der Massenaufnahmen und Vergewaltigung des Bildungssystems, ist dies ein Ort geworden, welcher ein bemitleidenswertes Aushängeschild für die geistige Bildung unseres Landes ist. Schüler und Schülerinnen, welche lieber Mario Barth ansehen, als sich auf ihr Referat vorzubereiten. Die besser im Fälschen von Unterschriften sind, als irgendein professioneller Betrüger. Die es vorziehen dröhnenden Electro-Beats zu lauschen, als Bachs Symphonie.  Die, für die es die größte Strafe ist, Bildung zu genießen. Eine Generation von verantwortungslosen, ungebildeten Menschen wächst heran, welche anstatt das Land mit ihrem Niveau zu erfüllen eher das Gegenteil tun wird.

“Deutschlandland, oh du armes Deutschland”



Sklaven der Zeit[verschwendung]
3. April 2009, 10:12
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Man kann die Uhr nicht zurück drehen oder gar die Zeit anhalten. Solche “Weisheiten” bekommt man immer wieder zu hören. Ich frage mich jedoch ernsthaft, warum wir mit unserer eigentlich so wertvollen Zeit (man denke nur an den Ausspruch “Zeit ist Geld” so verschwenderisch umgehen in Zeiten von Wirtschaftskrise und allgemeiner Depression.

Es beginnt im Jugendalter, Kinder verschwenden ihre Zeit mit eintönigen, nicht fördernden, sogar manchmal kontraproduktiven Inhalten aus der modernen Medienwelt. Viele Eltern regeln die Inhalte, welche Kinder z.B. im Fernsehen konsumieren nur gering oder oftmals sogar gar nicht. Als Verteidigung hört man dann nur Sätze wie: “Ja, aber so ist er wenigstens ruhig” oder “Ach sie mag das doch so sehr”. In meinen Augen ist dies ein eindeutiges Versagen der Erzieher.

Viel stärker jedoch verschwendet die Generation der Heranwachsenden, ‘jung’ Erwachsen und Jugendlichen ihre Zeit. Wieviel Stunden werden damit verbracht, ziellos durch das Internet zu schweifen. Man erwischt sich selbst häufig dabei, einfach ohne wirkliches Interesse oder gar mit einem Bedarf auf Ebay, Youtube und Myspace herum zuklicken und sich “sozial zu entwickeln”. Sich selbst “up to date” setzen um ja “in time” zu sein, dem modernen Strom folgen. Einem Strom der Uneffektivität.

Wenn all diese verschenkte Zeit sinnvoll und produktiv genutzt werden würde, müsste sich der Staat nicht mehr mit “Abwrackprämie”, Bildungsreformen oder Finanzierungsmodellen herum schlagen. Die Rate der Studienabbrecher, die Personen ohne Abitur, die Schulabgänger mit zu geringer Qualifikation würde entfallen. Denn wer sich selbst beschäftigt und dies auf sinnvolle Art und Weise der entwickelt sich permanent ob er möchte oder nicht weiter. Er lernt.




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